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Der 1911 geborene Autor, bekannt geworden durch sein Grundlagenwerk „Hitlers Apparat“, studierte Mathematik, Physik und Astronomie in Heidelberg, Nach Promotion, Staatsexamen und Habilitation im Jahre 1937 schlug er eine akademische Karriere aus und arbeitete ab 1938 beim SD-Oberabschnitt Ost in Berlin. Hier gewann Fischer intime Einblicke in Aufgabenbereich und Arbeitsweise des Partei-Geheimdienstes „Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS (SD)“. Der Autor gehörte zu den Mitarbeitern, die ab Kriegsbeginn 1939 auf der Straße „dem Volk aufs Maul schauten“ und die der Regierung Stimmungsberichte lieferten, die als „Meldungen aus dem Reich“ bekannt geworden sind. Anfang 1944 wurde der Autor in die Zentrale des SD im Reichssicherheitshauptamt versetzt. Vor dem Hintergrund des Kriegsverlaufs beschäftigte sich der SD nun auch mit wehrtechnischen Fragen und gab operative Hilfestellung bei Personalfragen und bei der Organisation von militärischen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Eine solche Innenansicht des SD gab es bisher nicht, weshalb den Erinnerungen Fischers große zeitgeschichtliche Bedeutung zukommt. Der Autor korrigiert die immer noch anzutreffende Vorstellung von einem „totalen Führerstaat“ und macht deutlich, wie facettenreich die „pluralistische“ Gesellschaft im Dritten Reich ausgebildet war.